6. 10. 2014 bis 7. 10. 2014

Ökosysteme gestalten: IÖV-Werkstatt am UFZ Leipzig, 6./7.Oktober 2014

Gemeinsame Werkstatt von IÖV und UFZ zu den wichtigsten Typen von Ökosystemen, mit denen sich die Ingenieurökologie befasst: Gewässereinzugsgebieten, Siedlungsökosystemen und Pflanzenkläranlagen.

Zum 20 jährigen Bestehen der IÖV gab die Veranstaltung einen Überblick über die Arbeitsbereiche und –methoden sowie die nationalen und internationalen Projekte der IÖV und ihrer Mitglieder. 

Es gab Berichte zu langjährig erfolgreichen Verfahrenskombinationen mit Pflanzenkläranlagen, zu für europäische Verhältnisse gigantisch großen Pflanzenkläranlagen in China, zu mimimal-invasiven, aber höchst intelligenten und wirksamen Maßnahmen bei Gewässereinzugsgebieten im ländlichen Raum, zu erfolgreichen Verfahrenskombinationen für spezielle Abwässer, zu langjährig erfolgreichen Projekten und zu ganzheitlichen Lösungen für Siedlungen.

Beim Treffen alter und neuer Bekannter und Freunde war Zeit für einen vertieften Austausch, bei dem nach einer Bestandsaufnahme eine gemeinsame Vision für die IÖV entwickelt und erste Ansätze für deren Gestalt und Gestaltung erarbeitet wurden.

Am Montag, 6. Oktober 2014, abends ab 18:00 fand die IÖV-Mitgliederversammlung 2014 im Bayerischen Bahnhof, Leipzig, statt. Der Bericht dazu in Kürze auf der internen Mitglieder-Seite. 

Siehe auch: Veranstaltungen!

Die Veranstaltung kam auf Anregung von Dr. Kuschk vom UFZ zustande, der auch die Tagung mit seinem Vortrag und seiner Exkursion zu den Versuchsanlagen im halbtechnischen und Labormaßstab engagiert mitgestaltete. Er wollte sich in nächster Zeit verstärkt wieder um das Gebiet der Behandlung von Abwässern der Kohlechemie und des Kohle-Abbaus kümmern, mit dem er ursprünglich seine wissenschaftliche Laufbahn begann.Um so betroffener waren wir von der Nachricht, daß er uns kurz darauf, für uns alle völlig unerwartet, für immer verlassen hat.

 

Peter Kuschk engagierte sich seit 15 Jahren in der Ingenieurökologischen Vereinigung. Er studierte Biochemie an der Universität Halle und begann 1982 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften der DDR, welches nach Evaluierung 1990 zu den in die Helmholtz-Gemeinschaft integrierten Forschungszentren gehörte. Dr. Peter Kuschk widmete sich im 1991 neu gegründeten Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle von Beginn an der Grundlagenforschung zu den Prozessen in Bodenfiltern. Zunächst im Rahmen der damals im Vordergrund stehenden Aufgaben der Sanierung von Altlasten, später zunehmend unter dem Aspekt der Erforschung der biochemischen Vorgänge in der Rhizosphäre.

Sein besonderes Verdienst war es, am Umweltforschungszentrum die Forschung zur Bodenfiltertechnologie zu etablieren und es Nachwuchswissenschaftlern zu ermöglichen, sich auf diesem Gebiet zu profilieren. Seit 1998 war er Leiter der Arbeitsgruppe „Phytoremediation“. Durch zahlreiche Vortragsreisen knüpfte er weltweit Kontakte und förderte den wissenschaftlichen Austausch zu anderen Forschungseinrichtungen. Dabei blieb Peter Kuschk immer ein bescheidener und rücksichtsvoller Kollege. Er arbeitete äußerst engagiert, jedoch ohne sich zu ereifern und stets mit dem rationalen Blick eines Wissenschaftlers.

Sein plötzlicher Tod macht uns betroffen und stimmt uns nachdenklich (Dr. Oliver Bederski).

 

 

 

 

 

 

Dateien:
UFZ-IOEV_Werkstatt_Oktober2014_Program_0614b_01.pdf416 K